Die Anmeldezahlen für die Kitas in Münster zeigen, dass es zu einem unerwarteten Umschwung von der Unterversorgung mit Kita-Plätzen zu einem Überangebot gekommen ist. Ein Phänomen, dass nicht nur in Münster, sondern in weiten Teilen NRWs und darüber hinaus für viel Wirbel sorgt.
Besonders betroffen von dieser Entwicklung in Münster ist der Stadtteil Kinderhaus, wo nach den aktuellen Anmeldezahlen ca. 300 von 440 Kita-Plätzen frei sind.
„Es ist klar, dass die Stadt Münster bei dieser Situation handeln muss. Die Stadt hat dabei eine sorgfältige Abwägung vorgenommen, die grundsätzlich in Ordnung ist. Gerade in einem sozial schwierigen Umfeld ist es ganz wichtig, dass die Kinder auch wirklich in die Kita gehen. Wenn sich zeigen sollte, dass durch die Schließung der Kita Killingstraße Kinder aus der Kita-Betreuung rausfallen, wäre das ein ganz schlechter Effekt und dann müsste noch nachgesteuert werden.“
Bezirksbürgermeister Ralf Kiewit
Ralf Kiewit hat grundsätzlich Verständnis für die von der Stadt vorgeschlagenen Maßnahmen, die auch die Schließung einer städtischen Kita in Kinderhaus an der Killingstraße einschließt.
Unklar ist allerdings, ob auch alle Eltern ihre Kinder ummelden werden. Ralf Kiewit richtet den Blick auf die jetzt anstehenden weiteren Beratungen.

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