Der Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien hat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig dafür gestimmt, dass die Kita Killingstraße in Kinderhaus mit Ablauf des Kitajahres am 31.07.2026 geschlossen wird.
Bezirksbürgermeister Kiewit bedauert die Schließung der Kita Killingstraße:
„Es ist wirklich schade, dass mit der Kita Killingstraße eine Einrichtung geschlossen werden muss, die viele Jahre hervorragende Arbeit im Quartier der „Schleife“ geleistet hat. Ich habe daher viel Verständnis für die Eltern mit ihren Kindern sowie den Beschäftigten der Kita, die mit der Schließung der Kita überhaupt nicht einverstanden sind. Diese emotionale Betroffenheit ist verständlich und ist von allen an diesem Prozess Beteiligten auch zu respektieren.
Andererseits gibt es neben dieser emotionalen Ebene aber auch harte Sachargumente, die für die Schließung der Kita an der Killingstraße sprechen. Wenn im Stadtteil Kinderhaus von 440 Kita-Plätzen ab August 2026 nur 140 belegt sind, zeigt das eindringlich die Dramatik der Situation. Ein Nichthandeln seitens des Jugendamtes ist einfach keine Option. Ich habe im Verlauf der Diskussion, an der ich mich intensiv beteiligt habe, leider keine seriöse Alternative erkennen können, die eine Schließung hätte verhindern können. Alle am Diskussionsprozess beteiligten Personen von Politik und Verwaltung habe ich ernsthaft bemüht gesehen, eine Schließung zu vermeiden, wenn dies denn machbar erschienen wäre.
Auch die Prüfung von Alternativmodellen zeigte, dass ein Weiterbetrieb der nicht voll besetzten städtischen Kita an der Killingstraße verantwortungslos gegenüber der Kita-Gesamtsituation im Stadtteil ist und Kosten von mehreren Hundertausend Euro verursachen würde.
Die Koalition von Grüne, SPD und Volt haben durch einen Änderungsantrag, dem sich auch die CDU angeschlossen hat, erreicht, dass die Leistungen des Familienzentrums nahtlos auf die Kita Brüningheide übergehen werden und die Eltern, die sich noch nicht entschließen konnten, ihre Kinder an einer anderen Kita anzumelden, vom Jugendamt angesprochen und auf dem Weg zur Wunsch-Kita unterstützt werden.
Damit sind eigentlich gute Voraussetzungen geschaffen, um die Folgen der Schließung soweit möglich aufzufangen bzw. abzumildern. Und durch das sehr klare Abstimmungsergebnis kann vielleicht erreicht werden, dass sich die Situation jetzt wieder beruhigen kann, was ich mir im Interesse der Kinder sehr wünschen würde.

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